Cybermobbing kann alle treffen. Oft ist man in solchen Fällen erstmal ratlos: Warum ich? Was habe ich falsch gemacht? Was kann ich tun, damit die anderen mich wieder mögen? Dabei geht es Täterinnen und Tätern in erster Linie gar nicht um die anderen: Wer andere mobbt, versucht selbst nur von eigenen Ängsten und Schwächen abzulenken. Sie suchen keine Gegner, sondern Opfer und nutzen Gruppendruck, um andere fertig zu machen.

Es gibt kein Rezept, wie man mit Mobbing in Sozialen Netzwerken, bei Chatprogrammen oder auf dem Handy fertig wird. Die Beachtung von einigen Tipps kann jedoch hilfreich sein:

  1. Fang nicht an, die Fehler bei dir zu suchen.
  2. Geh offen damit um: Du brauchst dich für nichts zu schämen.
  3. Don’t feed the trolls: Wenn du reagierst, stachelst du die anderen nur noch mehr an.
  4. Nutze die Privatsphäre-Einstellungen der Kommunikationsdienste: Du kannst andere blockieren und die Einstellungen so verändern, dass deine Posts nur noch von bestimmten Menschen gesehen und kommentiert werden können.
  5. Nutze die Melde-Funktion der Kommunikationdienste: Oft kannst du Beleidigungen und anderen Formen von Mobbing mit einigen Klicks beim Plattformbetreiber melden. Es kann auch hilfreich sein, sich an die Internetbeschwerdestelle zu wenden, die eine juristische Prüfung vornimmt und sich mit Seitenbetreibern in Verbindung setzt: http://www.internetbeschwerdestelle.de/
  6. Was viele nicht wissen: Auch rechtliche Schritte können angebracht sein, denn Mobbing ist oft eine Kombination unterschiedlicher Straftaten wie Beleidigung (StGB § § 185), übler Nachrede (StGB § § 186), Verleumdung (StGB § § 187) oder Bedrohung (StGB § § 241).
  7. Hole dir Unterstützung von Menschen, denen du vertraust.
  8. Hole dir Unterstützung von Profis: Es gibt vertrauensvolle Einrichtungen, die in Mobbing-Situationen helfen können

Anonyme Online Beratung gibt es zum Beispiel hier:

Telefonische Beratung bekommst du hier:

  • Nummer gegen Kummer: 0800/1110333 und -116111 (kostenlos aus dem Handy- und Festnetz)